24.08.2020
Antifaschismus
»Du – ich geh’ jetzt«
Verzweifeltes Fanal gegen den Faschismus: Rüdiger Strempel erzählt das Leben des Humanisten Stefan Lux, der mit seinem Freitod die Welt wachrütteln wollte
Von Ludwig Lugmeier
Am 3. Juli 1936 setzte der Journalist Stefan Lux seinem Leben ein Ende. Er erschoss sich im Sitzungssaal des Völkerbundes in Genf vor den Augen der Delegierten. Am 6. Juli wurde er im Vorort Veyrier auf dem jüdischen Friedhof beerdigt. Eine zahlreiche Trauergemeinde erwies ihm die letzte Ehre. Die Grabesreden hielten der Großrabbiner von Genf, Salomon Poliakof, der Präsident der jüdischen Gemeinde, Maurice Lévy-Wallisch, und der Journalist Robert Dell. Das Nusach Sf...
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