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Schlachthofblockade: Tönnies fordert Schadensersatz

Foto: Guido Kirchner/dpa

Potsdam. Der Fleisch-Magnat Clemens Tönnies fordert 40.000 Euro Schadensersatz von Aktivistinnen und Aktivisten wegen einer Schlachthofblockade in Kellinghusen im Oktober 2019. Das Bündnis »Gemeinsam gegen die Tierindustrie« unterstützt die Betroffenen und ruft zu einer Demonstration gegen Tönnies am 29. August in der Ortschaft in Schleswig-Holstein auf. Die Aktivisten und ihre Unterstützer erwarten zeitnah einen Schadenersatzprozess.

»Das Geschäftsmodell von Konzernen wie Tönnies beruht auf Tierleid, Naturzerstörung und Ausbeutung«, wird Bündnis-Vertreterin Katja Suhr in einer am Montag verbreiteten Pressemitteilung zitiert. »Während Tönnies für all die vom Unternehmen verursachten Schäden nicht aufkommen muss, sollen jetzt diejenigen bezahlen, die die tödliche Maschinerie für ein paar Stunden unterbrochen haben«, so Suhr. Die Aktivisten fordern die Enteignung der Fleischkonzerne und die sofortige Umstellung auf eine ökologische und solidarische Produktion von Nahrungsmitteln. (jW)

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Erschienen am 11.08.2020, Inland

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