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08.08.2020

Verrückt. Oder einfach nur literarisch

Wie J. D. Salinger zunehmend daran scheiterte, Poesie und das Leben zu vereinen. Ausrufezeichen und Randbemerkungen zu »Der Fänger im Roggen«

Von Frank Schäfer
Das erste Buch, das ich von Salinger in den Händen hielt, war natürlich »Der Fänger im Roggen«. Der alte Nolte, Chef der gleichnamigen Buchhandlung in der nahen Kreisstadt, wo ich zur Schule ging, ein großer, düster dreinblickender Mann ohne Haare, verkaufte es mir. Und balbierte mich über den Löffel. Mein Freund Jo hatte mir den Roman empfohlen und die Rowohlt-Ausgabe gezeigt. 5,80 DM immerhin, mehr als eine Woche Taschengeld. Als ich die alte Grimmglatze nach dem ...

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