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EU verlängert Sanktionen gegen Russland

Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Auch die deutsche Textilbranche verzeichnet Einbußen durch die von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen

Brüssel. Die EU hat die Wirtschaftssanktionen gegen Russland offiziell verlängert. Der Ministerrat setzte am Montag die am 19. Juni vom EU-Gipfel gegebene Vorgabe um, wie eine Sprecherin mitteilte. Die EU hatte die Handels- und Investitionsbeschränkungen trotz Milliardenverlusten für Unternehmen in den Mitgliedstaaten zuletzt im Dezember bis zum 31. Juli verlängert. Sie sollen nun bis zum 31. Januar 2021 gelten. Begründet werden die Zwangsmaßnahmen mit dem Konflikt im Donbass. Nach der aktuellen EU-Beschlusslage kann Russland erst auf eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen hoffen, wenn die Vereinbarungen des Minsker Friedensplanes nach Ansicht Brüssels komplett erfüllt sind.

Unter EU-Diplomaten wird davon ausgegangen, dass die Sanktionen Russland bereits einen dreistelligen Milliardenbetrag gekostet haben. Doch auch die Wirtschaft in den EU-Ländern wird in Mitleidenschaft gezogen, da die Strafmaßnahmen den Handel vieler Unternehmen mit Russland erschweren und Moskau im Gegenzug Einfuhrverbote für Agrarprodukte wie Obst und Fleisch verhängt hat. (dpa/jW)

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Erschienen am 30.06.2020, Ausland

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