16.06.2020
Theater
Ganz in der Gegenwart
Es bleibt kühl: Camus’ »Die Pest« auf den Treppen des Deutschen Theaters Berlin
Von Erik Zielke
Die Pest – das ist das unsichtbare Böse, das sinnlose Sterben, die Katastrophe, die sich unaufhörlich in uns und um uns ausbreitet. Albert Camus’ gleichnamiger Roman, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt, scheint ein bestens für das Theater geeigneter Text zu sein: deutliche Konflikte, ein stringenter Aufbau, eine überschaubare Anzahl an mitunter fast typenhaften Figuren, die gezwungen sind, einen Platz in der Gesellschaft einzunehmen. Bühnenadaption...
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