16.06.2003
Verloren und wieder nicht
»Der Sohn« im Kino
Von Dietmar Kammerer
Wo ein Sohn ist, muß auch ein Vater sein. Dieser hier ist in fast jeder Einstellung des Films zu sehen. Entschlossen, wütend und verzweifelt bewegt er seinen massigen, von einem Hüftgürtel gestützten Leib. Die Augen bleiben hinter dicken Brillengläsern verborgen. Stets bleibt die Kamera der Figur im fleischigen Nacken – so aufdringlich, daß der Zuschauer sich permanent bedroht fühlt: Er könnte sich umdrehen und mich entdecken.
Er heißt Olivier Gourmet, im Leben ...
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