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Atommüllagersuche: Plan B gefordert

Berlin. Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) setzt zur Nachvollziehbarkeit der Atommüll-Endlagersuche nicht nur auf ein neues Gesetz. »Wir müssen eben gucken, dass wir auch einen Plan B haben«, sagte BfE-Präsident Wolfram König am Donnerstag in Berlin. Mit einem Gesetz sollten die geologischen Daten offengelegt werden, auf deren Basis ein Standort ausgewählt wird. Die gehörten oft privaten Firmen und seien damit nicht einsehbar, sagen Kritiker. Bisher ist nicht absehbar, wann das Geologiedatengesetz kommen wird. Im Herbst 2020 soll ein erster Zwischenbericht Regionen für ein Endlager ausschließen. Ohne Geologiedatengesetz müsste für die Veröffentlichung der Daten »mühsam« im Einzelfall zwischen privatem und öffentlichem Interesse abgewägt werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2019, Seite 5, Inland

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