06.08.2019
Rechte Netzwerke und Feindeslisten
»Viele wenden sich bewusst nicht an die Behörden«
Linke und Antifaschisten stehen auf Todeslisten von Rechten. Staatliche Stellen lassen Betroffene meist im Regen stehen. Ein Gespräch mit Kai Stoltmann
Interview: Jan Greve
Über sogenannte Feindes- oder Todeslisten von Rechten ist derzeit einiges zu lesen. Sie beraten Betroffene rechter Gewalt. Wieviel haben Sie aktuell zu tun? Zunächst müssen wir feststellen, dass es bei den Feindeslisten um ganz konkrete Gefahren für die Betroffenen geht. Wir wissen aus unterschiedlichen Quellen, dass es diese Dokumente gibt. Ein Beispiel ist die rechtsterroristische Gruppe »Nordkreuz«, die 25.000 Personen aufgelistet hat. Auch bei der Selbstenttarnu...
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