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09.07.2019
Kino

Nichts bleibt übrig

Der Dokumentarfilm »Erde« schaut auf das Zeitalter des Anthropozän

Von Hannes Klug
Die Erdkruste hebt sich langsam an und wölbt sich, als würde darunter jemand einen tiefen Atemzug nehmen. Dann, mit einem Krachen, zerreißt die Oberfläche, Gesteinsbrocken wirbeln durch die Luft, die Druckwellen werden als Fontänen aus Staub sichtbar, die sich ausbreiten und, als nach ein paar Sekunden alles vorbei ist, schon wieder als zarter Dunst durchs Bild schweben. Auch der brutalsten, rücksichtslosesten Gewalt wohnt Poesie inne, und Nikolaus Geyrhalter findet...

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