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Aus: Ausgabe vom 17.04.2019, Seite 1 / Inland
26. Mai

»So viele Kandidaten wie nie zuvor«

Statistik zur EU-Wahl: 400 Millionen Wahlberechtigte, Sonderregeln für Britannien
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Insgesamt 41 Parteien und politische Vereinigungen gehen bei der Wahl in der BRD ins Rennen

Zur Europawahl am 26. Mai treten in Deutschland mehr Kandidaten als je zuvor an: Für die 96 deutschen Sitze gibt es insgesamt 1.380 Bewerber. »Das sind so viele Kandidaten wie nie zuvor«, sagte Bundeswahlleiter Georg Thiel am Dienstag in Berlin. Der Anteil der Frauen liegt bei 34,7 Prozent. In Deutschland gibt es 64,8 Millionen Wahlberechtigte, darunter 3,9 Millionen Bürger aus anderen EU-Staaten. Sie können festlegen, ob sie die deutschen Abgeordneten oder die ihres Herkunftslandes wählen. EU-weit können 400 Millionen Menschen über 751 Sitze im EU-Parlament entscheiden. Insgesamt 41 Parteien und politische Vereinigungen gehen bei der Wahl in der BRD ins Rennen. 39 davon sind in allen Bundesländern vertreten, wie Thiel sagte. Die CSU tritt nur in Bayern und die CDU in allen anderen Ländern an. Die Stimmzettel enthalten somit in jedem Bundesland 40 Wahlvorschläge. Am Montag hatte das Bundesverfassungsgericht festgelegt, dass Behinderte in Vollbetreuung an der Europawahl teilnehmen dürfen. Die insgesamt 85.000 Menschen können sich in das Wählerverzeichnis eintragen lassen und dann von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen. Suchen sie für die Stimmabgabe ein Wahllokal auf, sollen sie von ihren Betreuern die notwendige Unterstützung erhalten können.

Eine Besonderheit gilt für die Briten. Denn bislang ist noch offen, ob Großbritannien zum Zeitpunkt der Wahl noch Mitglied der EU sein wird. Ist dies der Fall, nehmen die Briten ganz normal teil. Tritt Großbritannien doch schon aus, können Briten, die keine andere EU-Staatsbürgerschaft besitzen, nicht mehr teilnehmen. Auch die britischen Kandidaten stünden dann nicht mehr zur Wahl. Der Grünen-Spitzenkandidat, Sven Giegold, sagte am Dienstag, die Teilnahme der Briten »mag absurd wirken, beinhaltet aber eine Chance für die Abkehr vom ›Brexit‹«. Die britischen Wähler bekämen mit der Europawahl eine indirekte Stimme im Brexit-Prozess. (AFP/jW)

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