Gegründet 1947 Dienstag, 26. März 2019, Nr. 72
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Aus: Ausgabe vom 16.03.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
(v.l.n.r.): James Stewart, John Ford und John Wayne beim Dreh vo
James Stewart, John Ford und John Wayne beim Dreh von »Der Mann, der Liberty Valance erschoss«

Mit offenen Karten

KI als neues Machtinstrument?

Begonnen hat alles im Zweiten Weltkrieg mit der von dem Engländer Alan Turing entwickelten Maschine zur Entschlüsselung deutscher Funksprüche. In den 1970er Jahren traten die Rechengenies im Silicon Valley auf den Plan. Die USA und Japan bekriegten sich auf dem Taschenrechner- und Videospielemarkt. 2016 kam schließlich der Tag, an dem ein Computer einen Meister des Go-Spiels schlug und damit eine Maschine gegen das menschliche Gehirn gewann. »Wer wen?« ist also technisch beantwortet. Der Rest, also wem die künstliche Intelligenz (KI) dient, um wen zu beherrschen bzw. um Herrschaft abzuschaffen – das ist eine Frage von Klassenkämpfen.

Arte, Sa., 18.10

Stadt, Land, Architektur

Wege aus dem Wohnungswahnsinn

Über Österreich hinaus gilt Wien als Vorbild für gelungene Baupolitik, weil sich auch in der Millionenstadt noch Wohnungen mit niedrigen Mieten finden. In Deutschland haben sich Vereine privat geholfen: Das Mietshäuser-Syndikat aus Freiburg unterstützt Bewohner dabei, ihre Häuser dem Immobilienmarkt zu entziehen – ganz ohne Eigenkapital. Das ist interessant und muss parallel zur Debatte um die Enteignung der Megagesellschaften laufen.

3sat, Sa., 19.20

Der Mann, der Liberty ­Valance erschoss

Senator Ransom Stoddard, dessen Karriere vor Jahrzehnten in der Kleinstadt Shinbone begann, kehrt mit seiner Frau Hallie zur Beerdigung seines alten Freundes Tom Doniphon zurück. Stoddard erinnert sich an seine Ankunft im Wilden Westen, an den Überfall auf seine Postkutsche durch den berühmt-berüchtigten Banditen Liberty Valance und an sein Verlangen, sich an dem gefährlichen Gangster zu rächen, der das Städtchen und dessen Umgebung terrorisierte. Eigentlich aber geht es um Lügen, auf denen der gesellschaftliche Aufstieg basiert, es geht also um die USA. Mit John Wayne, James Stewart, Vera Miles, Lee Marvin (Liberty Valance), Lee Van Cleef. Regie: John Ford, über den es anschließend noch eine Doku zu sehen gibt.

Arte, So., 20.15

Mythos Kreuzberg

2008: Das Entstehungsjahr ist hier entscheidend. Denn heute sieht Kreuzberg schon ganz anders aus, eine sentimentale Reise sozusagen. In der Dokumentation erzählen Künstler wie Christiane Rösinger und Frieder Butzmann von ihrem Kreuzberg ebenso wie der Filmemacher Neco Celik und der Bruder von Rio Reiser, Gert Möbius.

RBB, So., 22.20

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