02.02.2019
Korruptionsverdacht
Alte Rechnungen begleichen
Inhaftierter früherer Renault-Chef Carlos Ghosn beklagt »Verschwörung« der Nissan-Führung. Waren Pariser Expansionspläne Affront für Tokio?
Von Hansgeorg Hermann
Carlos Ghosns Stimme aus dem Untersuchungsgefängnis Kosuge in Tokio ist etwas lauter geworden. Seit einigen Tagen darf der frühere Chef des Automobilkonglomerats Renault-Nissan-Mitsubishi Reporter einladen und Interviews geben. Seine jüngste Stellungnahme, veröffentlicht am Mittwoch abend in der Wirtschaftszeitung Nikkei, macht klar: Er sieht sich als Opfer einer Verschwörung, die von den ehemaligen Partnern in der Chefetage bei Nissan ausgeheckt worden sei. Ghosn w...
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