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Aus: Ausgabe vom 10.01.2019, Seite 1 / Ausland
China/Nordkorea

Kim Jong Un beendet Besuch in Beijing

Beratungen, mutmaßlich zu Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump, abgeschlossen
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Kim Jong Un und seine Frau Ri Sol in Pjöngjang (07.01.2018)

Nach einem zweitägigen Besuch des Staatschefs der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK), Kim Jong Un, in Beijing hat sein Sonderzug die chinesische Hauptstadt am Mittwoch wieder verlassen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, hatte Kim am Morgen eine Pharmafirma in Beijing besucht. Im Anschluss stand ein Mittagessen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping auf dem Programm.

Laut Yonhap war Kim bereits am Vorabend zu einem einstündigen Gespräch mit dem chinesischen Staats- und Parteichef zusammengekommen. Zu den Gesprächsinhalten lagen zunächst keine Informationen vor. Es wird angenommen, dass Kim in der chinesischen Hauptstadt seine Strategie vor seinem zweiten geplanten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump über die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel abstimmen wollte.

Ort und Zeitpunkt des Treffens sollen »möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft verkündet« werden, hatte Trump am Sonntag in Washington gesagt. Bei ihrem historischen Gipfel im Juni in Singapur hatten sich Trump und Kim allgemein auf das Ziel einer atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Doch konkrete Zusagen, bis wann Pjöngjangs Atomwaffenarsenal abgerüstet werden soll und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten, blieben bisher aus.

Vor dem geplanten Treffen mit Trump hatte Kim in seiner Neujahrsansprache vor einer Woche mit einer Abkehr vom Annäherungskurs gedroht, sollten die USA an ihren Sanktionen festhalten. Er bekräftigte in seiner Rede zwar die Absicht zur atomaren Abrüstung und Fortsetzung der Gipfeldiplomatie. Er warf Washington aber vor, Zusagen nicht einhalten und Pjöngjang einseitige Abrüstungsschritte abpressen zu wollen.

In der Zwischenzeit hat die Führung der DVRK zum zweiten Mal seit der Regierungsübernahme Kim Jong Uns vor sieben Jahren zu Parlamentswahlen aufgerufen. Die Wahl von Abgeordneten solle nach dem Beschluss des Präsidiums der Obersten Volksversammlung am 10. März stattfinden, berichteten die Staatsmedien am Mittwoch. Weitere Details wurden nicht genannt. (dpa/jW)

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