23.01.2003
Knochen und Maske
Vorsicht, zerbrechlich? Die Grafikerin Helen Ernst (1904–1948) in einer Biographie
Von Cristina Fischer
Das von Hans Grundig gemalte Porträt von Helen Ernst und
ihre Totenmaske erhielt ihr ehemaliger Geliebter. Begraben wurde
sie von einem Pastor auf Rügen. Ihr Witwer,
SED-Funktionär in Schwerin, führte ihre letzten
Anordnungen aus. Dem Begräbnis blieb er fern. Von dem Bild
wußte er nichts. Das hatte seit Jahren der Pastor, und der
fragte den Geliebten der Toten zynisch: »Ich die Knochen, du
die Maske? Nun, jedenfalls ist damit ausgeschlossen als Spruch
für den Stein:...
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