Zum Inhalt der Seite

Spanien will Saudis weiter bewaffnen

Madrid. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat nach der mutmaßlichen Ermordung des saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi einen Stopp der Waffenexporte seines Landes nach Saudi-Arabien ausgeschlossen. Er müsse »die Interessen Spaniens schützen«, sagte Sánchez am Mittwoch vor dem Parlament in Madrid.

Spanien ist nach Angaben des Instituts für Friedensforschung SIPRI nach den USA, Großbritannien und Frankreich der viertgrößte Waffenlieferant Saudi-Arabiens. »Ich muss hier und heute die spanischen Interessen schützen, die strategischen Interessen, zumal es um Regionen geht, die vom Drama der Arbeitslosigkeit besonders betroffen sind«, betonte der Sozialistenchef. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2018, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!