Aus: Ausgabe vom 15.10.2018, Seite 5 / Inland

Teure Leerstandsverwaltung

Regierungsterminal am BER kostet Unsummen

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Finde das Flugzeug! Auf der Dauerbaustelle BER ist wenig Betrieb

Das jahrelange Warten auf den neuen Hauptstadtflughafen könnte das dort geplante Regierungsterminal noch teurer machen. Waren zum geplanten Start des BER 2012 noch rund 299 Millionen Euro veranschlagt, geht der Bund jetzt von 344 Millionen Euro aus, wie das Bundesbauministerium mitteilte. Das ist aber möglicherweise nicht das letzte Wort: »Vor dem Hintergrund des deutlich späteren Baubeginns kann es auf Grund der allgemeinen Baupreisentwicklung zu Kostenanpassungen kommen«, heißt in der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der FDP im Bundestag, wie dpa am Sonntag berichtete.

Der Großflughafen in Schönefeld soll 2020 eröffnen – mit dann neun Jahren Verspätung. Der Kostenrahmen liegt bei 6,5 Milliarden Euro, dreimal so hoch wie ursprünglich angegeben. Baubeginn für das Regierungsterminal soll Ende 2021 oder Anfang 2022 sein. 2025 soll das Abfertigungsgebäude stehen. Bis dahin braucht die Flughafengesellschaft das Vorfeld am geplanten Standort noch selbst.

Derzeit fliegen Regierungsmitglieder und Staatsgäste ab Tegel. Weil der Flughafen aber nach dem Start des BER schließt, zieht der Protokollbereich dann zunächst in ein Interims-Regierungsterminal auf dem Flughafengelände in Schönefeld. Dieser Bau ist kürzlich fertig geworden, komplett ausgestattet mit Büros, Dolmetscherkabinen und Pressekonferenzraum. Inklusive Vorfeldflächen und Wegen hat er rund 70 Millionen Euro gekostet – und steht nun bis 2020 leer.

Der FDP-Abgeordnete Christoph Meyer kritisierte die monatlichen Leerstandskosten, die der Bund in der Antwort nennt. »70.000 Euro für die Bewachung eines leerstehenden Terminals – plus bis zu 15.000 Euro Strom und Co.« Die Betriebskosten des bisherigen Regierungsterminals in Tegel gibt der Bund mit 290.000 Euro monatlich an. (dpa/jW)


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