28.08.2018
Literatur
Im Kessel
Heinrich Gerlachs antifaschistischer Roman »Durchbruch bei Stalingrad« ist ein verstörendes Zeitzeugnis – und eine literarisch beeindruckende Schilderung des Untergangs der Sechsten Armee
Von Stefan Siegert
Alle das Gute in uns bejahende Menschen hassen den Krieg. Neben der Liebe ist er das große Thema aller Künste. Den Krieg verherrlichende Kunstwerke von Rang muss man suchen. Goyas »Desastres« dagegen, Picassos »Guernica«, das »Dona nobis pacem« (»Gib uns Frieden«) in den Messen von Bach bis Britten, die großen Tragödien von Sophokles bis Oliver Stone und Akira Kurosawa sowie Tolstois »Krieg und Frieden« drängen sich auf, sie werden die Menschen noch bewegen, wenn e...
Artikel-Länge: 20544 Zeichen


