-
20.07.2018
- → Feuilleton
Morricones Ärger
Der berühmte italienische Filmmusikkomponist Ennio Morricone (»Spiel mir das Lied vom Tod«) ärgert sich immer noch über die Oscar-Jurys, die ihn seiner Meinung nach zu oft nicht ausgezeichnet hätten – auch wenn er schlussendlich 2016 den Oscar für die beste Filmmusik bekam. Damals habe er ursprünglich gar nicht mehr anreisen wollen, weil er zuvor zu oft enttäuscht worden sei, bekannte der 89jährige gegenüber dpa. Morricone war fünfmal für den Oscar nominiert und gewann ihn dann für die beste Originalmusik für Quentin Tarantinos »The Hateful Eight«. Und 2007 gab es den Oscar fürs Lebenswerk. Statt an die Freude über die Auszeichnung erinnere er sich besser an das Gefühl, als er ihn nicht bekommen hatte: »Weil ich immer dachte, ich hätte ihn verdient. Alle wussten, dass ich ihn verdient habe.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!