30.11.2002
»Grober Unfug«
Der Hunger hat viele Väter, und die Lösung ist eines mit Sicherheit nicht: ein gentechnisches Problem
Von Martin Sundermann
Verbraucherschützer seien für die aktuelle Hungersnot
in Sambia mitverantwortlich, meinte unlängst Marcella Sommer
in einem Artikel in der jungen Welt. Was sie allerdings vollkommen
ausblendet, ist der Zusammenhang zwischen der Hungersnot in Sambia
und der Politik des Internationalen Währungsfonds und der
Weltbank. Deren berüchtigte Strukturanpassungsprogramme
fordern unter anderem den Export von Nahrungsmitteln, um Devisen
für die Bedienung der Auslandsschulden zu
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