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28.11.2002

Eine Stimmungsfrage

Überlegungen zum doch sehr überraschenden Wahlergebnis in Österreich

Von Franz Schandl
Wahlkonkurrenzen werden immer mehr zu bloßen Eindruckskonkurrenzen. Es geht weniger um die Beschaffenheit der Produkte und das Interesse daran, als um die Inszenierung am Markt. Demokratie ist nichts anderes als Verkauf und Ankauf von Stimmungen. Schon der Johann Nepomuk Nestroy (»Freiheit in Krähwinkel«, 1848) ahnte, daß »Wahlen nach vorhergegangener Stimmung« entschieden werden. Heute ist das deutlicher denn je. Wahlzeiten sind Hochzeiten, wo Fiktion und Einbildun...

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