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Fall Amri: Zeuge belastet Behörden

Berlin. Mangelhafte Absprachen deutscher Sicherheitsbehörden sind am Donnerstag Thema des Untersuchungsausschusses des Bundestags zum Fall des Berliner Attentäters Anis Amri gewesen. Als erster Zeuge wurde dort der nordrhein-westfälische Sonderermittler Bernhard Kretschmer befragt. Dieser kritisierte den Generalbundesanwalt, weil der die laufenden Ermittlungen gegen den als Gefährder eingestuften Amri nicht an sich gezogen habe. Zudem sei die Zusammenarbeit zwischen Berlin und NRW fehlerhaft gewesen, sagte er. Kretschmer hatte bereits ein Gutachten für die Düsseldorfer Landesregierung geschrieben. Größere Versäumnisse der NRW-Behörden habe er nicht erkannt, betonte er am Donnerstag erneut. Der Ausschuss in Berlin untersucht die Sicherheitsmaßnahmen und die Zusammenarbeit einzelner Behörden in bezug auf den Terroranschlag Amris vom Dezember 2016 am Breitscheidplatz. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.06.2018, Seite 1, Inland

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