18.11.2002
Versprochen wie gebrochen
Ketzerisches zum scheinbar unbegreiflichen Charakter des Wahlversprechens
Von Franz Schandl
»Ein kluger Machthaber kann und darf daher sein Wort nicht halten, wenn ihm dies zum Schaden gereichen würde und wenn die Gründe weggefallen sind, die ihn zu seinem Versprechen veranlasst haben.« (Machiavelli: »Der Fürst«, XVIII. Kapitel)
Gibt es einen abgeschmackteren Vorwurf als den, ein Wahlversprechen gebrochen zu haben? Wohl kaum. Zeugt die unentwegte Einforderung von mehr Anstand nicht gar von mangelndem Verstand? Will man partout nicht wissen, was man weiß...
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