09.11.2002
Hinter Gittern
Martin Klugers Roman »Abwesende Tiere« diagnostiziert dem Gesellschaftspatienten Zoospitalismus
Von Axel Schalk
Wenn man dieses Buch gelesen hat, dann sieht man überall nur noch Tiere: Raubtiere, Affen, Vögel – schwatzende und schweigende. Zehn Jahre hat Martin Kluger an seinem Monumentalroman gearbeitet, der den Zoo zum Ort der Handlungen und Phantasien macht. Daß wegen der Topographie der Berliner Zoo die örtliche Folie für den über lange Passagen in grell-großartiger Phantastik ausgreifenden Text abgibt, spielt keine Rolle. Der Autor, der jede freie Minute hier verbrachte,...
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