04.11.2002
Kontinentales Bündnis
Richtungswechsel in Südamerika. Nach Venezuela und Brasilien könnte auch in Ecuador der Hoffnungsträger der Linken Präsident werden
Von Tommy Ramm, Bogotá
Bei der Präsidentschaftswahl in Ecuador setzt sich ein Phänomen fort: Die vielgescholtene Linke geht aus dem südamerikanischen »Superwahljahr« als Sieger hervor. Mit dem ehemaligen Oberst Lucio Gutiérrez, der im Januar 2000 eine Revolte angeführt hatte, macht ein neuer Hoffnungsträger von sich reden: Ein zweiter Chávez in olivgrüner Uniform. Den drahtigen Ex-Oberst hatte niemand auf dem Plan. Erst im September eröffnete der 45jährige Lucio Gutiérrez seine Wahlkamp...
Artikel-Länge: 15160 Zeichen


