Zum Inhalt der Seite

Fischerprotest im Hafen von Calais

Calais. Französische Fischer haben in Calais aus Protest gegen die Elektrofischerei den Fährverkehr zwischen Frankreich und Großbritannien gestört. Aufgrund der Aktion könne derzeit pro Stunde nur jeweils ein Schiff den wichtigen Hafen am Ärmelkanal anlaufen und verlassen, sagte eine Sprecherin des Hafens am Donnerstag. Von Calais pendeln Fähren nach Dover in Großbritannien, laut Fahrplan legen auf der Strecke jeden Tag 36 Schiffe ab.

Die Firmenchefin der Fährgesellschaft P&O Ferries, Janette Bell, zeigte sich empört: »Es ist völlig inakzeptabel, dass es einer kleinen Zahl an Personen erlaubt wurde, einen Hafen zum Stillstand zu bringen, auf den jeden Tag Tausende Firmen und Touristen angewiesen sind.« Die Fischer sind wütend, dass niederländische Boote die Elektrofischerei in der Nordsee einsetzen. Die »Fangtechnik« ist in der EU bislang nur in Pilotprojekten erlaubt. Auch Umweltschützer hatten sich energisch gegen diese Art Fischfang ausgesprochen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.01.2018, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!