19.10.2002
Dokfilm über deutsche Soldaten im Kosovo: Ein bißchen Wehrmachtsnostalgie eingefangen?
Ulrike Franken und Michael Loeken haben auf dem Dokumewntarfilmfestival in Leipzig ihren Film »Soldatenglück und Gottes Segen« präsentiert, der den Alltag im Kosovo stationierter Soldaten zum Thema hat
Interview: Alexander Reich
F: Worum geht es in Ihrem Film?
Michael Loeken: Die NATO hat Kosovo bombardiert, besetzt, in Sektoren gegliedert und eine eigene Verwaltung eingesetzt. Seitdem kontrolliert sie ihn, zeigt Gewaltbereitschaft. In der Drehzeit – Dezember 2000 bis Mai 2001 – waren in dem Gebiet von der Größe Hessens etwa 43000 Soldaten stationiert. Der Status quo wird aufrechterhalten, sonst nichts. Warum heißt das »Friedensmission«? Und: Was bringt die Amerikaner dazu, auf dem Balka...
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