16.10.2002
Endlager für Schweizer Atommüll gesucht: Kein Mitspracherecht für Bevölkerung mehr?
Walter Schäppi ist Vizepräsident der Schweizer Interessengemeinschaft für Energie und Lebensraum (IGEL), die sich gegen ein Endlager für hochradioaktiven Müll bei Benken (nahe Schaffhausen) wehrt
Interview: Ralf Streck
F: Die Schweizer Expertenkommission »Entsorgungskonzepte für radioaktive Abfälle« (EKRA) hat sich dagegen ausgesprochen, daß die Kantone in der Frage der Standorte für Atommüllendlager das letzte Wort haben. Wie bewertet IGEL das?
Das ist eine Kehrtwendung. Vor mehr als einem Jahr hatte die Kommission in ihrem ersten Bericht noch betont, es sei wichtig, daß auch die Bevölkerung am Standort mitentscheidet, ob ein Endlager gebaut wird. Sie hat das mit der Akzeptanz...
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