Zum Inhalt der Seite

Frauen in Honduras leben gefährlich

Tegucigalpa. Honduras bleibt das für Frauen gefährlichste Land Zentralamerikas. Wie die Gewaltbeobachtungsstelle der Nationalen Autonomen Universität in Tegucigalpa am Montag (Ortszeit) mitteilte, wurden von Januar bis Juni 187 Frauen Opfer von Gewaltverbrechen. Damit werde statistisch alle 18 Stunden eine Frau ermordet. Verantwortlich seien meist die Lebensgefährten der Opfer, erklärte die Direktorin der Beobachtungsstelle, Migdonia Ayestas. »Das Schlimmste ist, dass in der Mehrzahl der Fälle die Täter straffrei bleiben«, kritisierte sie und verlangte ein entschiedeneres Vorgehen der Behörden. Feministinnen machen eine »Kultur der Unterwerfung« für die hohe Zahl an Morden verantwortlich. Den Mädchen werde von klein auf beigebracht, dass sie den Männern immer gehorchen müssten. (PL/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.07.2017, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!