27.08.2002
Der gnadenlose Märchenonkel
Rechtspopulist Ronald Schill fabuliert auf Wahlkampftour über »Ausverkauf der inneren Sicherheit«
Von Michael Klarmann, Aachen
Ronald Barnabas Schill ist nicht dumm. Er weiß, was das Volk mag. Etwa die Geschichten von ausländischen Drogenkartellen. Diese würden ihre Drogenkuriere und Dealer anwerben, indem sie ihnen Filme über deutsche Gefängnisse zeigen. Der »Komfort« in den Haftanstalten – jenen Paradiesen für Ausländer, die Kriminalität und eventuelle Inhaftierung in Luxusknästen der Armut vorzögen – habe sich »weltweit herumgesprochen«. Dies und ähnliches rief Hamburgs Innensenator rund...
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