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Österreich: ÖVP will ­Direktvergaben verbieten

Wien. Die österreichische Dienstleistungs- und Verkehrsgewerkschaft Vida hat vor den Plänen der konservativen ÖVP gewarnt, die Direktvergabe von Aufträgen des Staates an öffentliche Unternehmen zu verbieten. Nach Vorstellung der ÖVP sollten die Aufträge ausgeschrieben werden, womit sich auch Firmen aus anderen Ländern um sie bewerben können. In einer Mitteilung vom Freitag nannte die Gewerkschaft diese Pläne einen »Anschlag auf Zehntausende heimische Arbeitsplätze«. »Die Direktvergabe sichert langfristig nicht nur das EU-weit beste Bahnangebot, sondern erhält österreichweit auch 50.000 Arbeitsplätze in Eisenbahnunternehmen und sichert so regionale Beschäftigung und Bahnanschlüsse auch in Regionen, an denen Privatanbieter aus Profitgründen kein Interesse haben!« so der Vida-Vorsitzende Roman Hebenstreit. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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