05.05.2017
Literatur
Spirale abwärts
Jonas Lüscher geißelt in seinem Roman »Kraft« den Neoliberalismus
Von Michael Saager
Richard Kraft ist kein glücklicher Mann. Seine Frau hat nur mehr milde Verachtung für den Tübinger Rhetorikprofessor übrig. Seinen Zwillingstöchtern ist er entfremdet, darüber hinaus plagen Kraft Geldsorgen. Da kommt der philosophische Wettbewerb im Silicon Valley gerade recht. Eine Million Dollar Preisgeld winken dem Gewinner: Ade Sorgen, hallo glückliches neues Leben!Wenn es nur so einfach wäre. Aber einfach ist natürlich nichts, zumal für den von den »Segnungen« ...
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