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06.07.2002

Eine Blume im Arsch

Erinnern ist nur möglich, wenn es gelingt, eine Sprache für das Vergessene zu finden. Über Jorge Sempruns »Der Tote mit meinem Namen«

Von Stefan Broniowski
Jorge Semprún hat, wieder einmal, ein Buch über seine Zeit als Gefangener in Buchenwald geschrieben. »Der Tote mit meinem Namen« erzählt unter anderem davon, wie Semprún Glück hatte: Die kommunistische Untergrundorganisation des Lagers hat einen »passenden Toten« gefunden, einen jungen Mann, der demnächst an Entkräftung sterben wird und dessen äußere Kennzeichen immerhin soweit mit denen Semprúns übereinstimmen, daß man beider Identitäten vertauschen kann, falls, wi...

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