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BRD: Keine Einigung bei der Bahn

Berlin. Die Deutsche Bahn AG ging auch in der fünften Tarifverhandlungsrunde nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein. Die Gespräche blieben ohne Ergebnis, ein neuer Termin wurde nicht vereinbart, wie beide Seiten am vergangenen Freitag mitgeteilt haben. Streiks an den Weihnachtstagen hat die GDL aber ausgeschlossen. Sie fordert für die rund 35.000 Mitglieder des Zugpersonals langfristig planbare Ruhezeiten und einen besseren Schichtrhythmus. Zusätzlich verlangt sie vier Prozent mehr Lohn. Die GDL kritisiert, dass die DB AG nicht bereit sei, über tarifvertragliche Regelungen zur Arbeitszeit zu verhandeln. Dabei wolle die Gewerkschaft »nichts Unmögliches«, sondern zwei freie Tage nach einem fünftägigen Arbeitszyklus. Das sei »für alle anderen Arbeitnehmer üblich«.

Die Bahn erklärte am Freitag, die GDL-Forderungen führten zu einer Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich. Sie bot der Gewerkschaft ein Lohnplus im Gesamtvolumen von 4,2 Prozent an, wie sie mitteilte. Die Bahn bietet der GDL einen Tarifvertrag an, der in wesentlichen Teilen mit dem übereinstimmt, den sie gerade erst mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) aushandelte.(AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2016, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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