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Gerichtspanne erzwingt Neustart des Prozesses

Dessau-Roßlau. Weil eine Schöffin nicht vereidigt worden war, hat der Prozess zur Vergewaltigung und Tötung einer chinesischen Studentin in Dessau von neuem begonnen. Der Fehler war erst am dritten Verhandlungstag bemerkt worden, so dass die Staatsanwältin die Anklageschrift am Mittwoch erneut verlesen musste.

Die beiden 21jährigen Angeklagten – ein Paar – sollen die chinesische Studentin im Mai auf deren Joggingrunde abgefangen, sie vergewaltigt und misshandelt haben. Die Leiche der Chinesin wurde zwei Tage später gefunden. Die mutmasslichen Täter, der Hauptverdächtige ist Sohn bzw. Stiefsohn einer Polizistin bzw. eines Polizisten, schweigen bislang zu den Beschuldigungen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2016, Seite 4, Inland

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