06.06.2002
Friedenspolitik auf deutsch: Abschiebung in Krieg und Folter?
jW sprach mit Rudi Friedrich, Mitarbeiter von Connection e.V. Der Verein engagiert sich für Kriegsdienstverweigerer aus Kriegsgebieten
Interview: Thomas Klein
F: Sie haben zusammen mit Pro Asyl eine Petition für den türkisch-kurdischen Kriegsdienstverweigerer Mehmet S. Demir eingereicht. Weshalb?
Demir wurde 1998 in die Türkei abgeschoben und zur Ableistung des Militärdienstes gezwungen. Außerdem konfrontierte man ihn dort mit einem Schreiben, in dem er seine Kriegsdienstverweigerung in Deutschland öffentlich erklärt hatte. Er wurde, so Demir, gefoltert und man wollte ihn zwingen, eine gleichartige Erklärung im Gefängn...
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