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06.06.2002

Fälle von Lynchjustiz nehmen zu

Guatemala: 421 Übergriffe in sechs Jahren. Abwesenheit des Staates beklagt

Von Néfer Muñoz, San José (IPS)
In Guatemala übernehmen immer mehr Bürger in Abwesenheit des Staates die Bestrafung mutmaßlicher Straftäter. Wie aus den jüngsten Angaben der UN-Beobachtermission MINUGUA hervorgeht, kamen in den zurückliegenden sechs Jahren bei 421 Lynchversuchen 215 Menschen ums Leben. Weitere 592 der Zielpersonen konnten sich in Sicherheit bringen oder wurden gerettet. Allein im letzten Jahr richtete sich der »Volkszorn« gegen 169 Menschen, 37 fielen den insgesamt 75 Übergriffen ...

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