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05.06.2002

Selektives Erinnern in der Bundeshauptstadt: Kein Denkmal für die ermordeten Kranken?

Das Projekt »Haus des Eigensinns« ist von den Initiatoren letzte Woche für gescheitert erklärt worden. René Talbot ist Sprecher des Freundeskreises, der seine Arbeit fortsetzen will

Interview: Peter Nowak
F: Was hatten Sie mit dem »Haus des Eigensinns« geplant? »Die Ermordung der Irren enthält den Schlüssel zum Juden-Pogrom...« schrieb schon im Sommer 1941 Horkheimer an Adorno. Das Projekt »Haus des Eigensinns« sollte den Hintergrund der Massenmorde ausleuchten. Es sollte eine notwendige Ergänzung zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas sein und anhand der Entwicklung des NS-spezifischen Gaskammermordens den kulturellen Kontext sichtbar machen. Außerdem wollt...

Artikel-Länge: 3204 Zeichen

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