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09.09.2016

Banditenhauptstadt Odessa

Das staatliche Gewaltmonopol weicht in der südukrainischen Metropole Bandenkämpfen mit und ohne politischem Hintergrund

Von Reinhard Lauterbach
Zu sowjetischen Zeiten galt Odessa als die Hauptstadt der kleinen, harmlosen Gaunereien im Sinne der Helden der Schelmenromane von Ilja Ilf und Jewgenij Petrow (»Zwölf Stühle«) und als Heimat eines spezifischen »Odessaer Humors«. Heute vergeht den Odessiten das Lachen. Denn was in der Millionenstadt am Schwarzen Meer alltäglich abgeht, erinnert eher an die wilden neunziger Jahre, als die Verteilung des sowjetischen Volkseigentums auch in der Ukraine oft »ausgeschoss...

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