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12.07.2016
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Untersuchung über Treuhandanstalt
Halle. 21 Jahre nach Schließung der Treuhandanstalt lässt die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, deren Wirken untersuchen. »Ich habe immer wieder erlebt, wie auch betont sachliche Aussagen zur Treuhandanstalt höchst emotionale Reaktionen hervorriefen«, sagte die SPD-Politikerin der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe). Die eine Seite habe das Gefühl, die Arbeit der Treuhand werde nicht oder nur unzureichend gewürdigt, die andere Seite mache sie für Arbeitslosigkeit, falsche Weichenstellungen »oder gleich komplett für die Deindustrialisierung des Ostens« verantwortlich. Der Historiker Constantin Goschler von der Ruhr-Universität Bochum werde mit der Studie beauftragt. (AFP/jW)
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