07.07.2016
Die alte Dorfschultür
Nachruf auf den iranischen Filmemacher Abbas Kiarostami
Von Jens Walter
Mehr als einmal musste der Filmemacher Abbas Kiarostami sich fragen lassen, warum er im Iran bleibe. Er verglich sich dann gern mit einem Baum, den man ab einer gewissen Größe nicht mehr umpflanzen könne.Eine 20jährige Lehrzeit hatte ihn Wurzeln schlagen lassen. Als Sohn eines Freskenmalers in Teheran aufgewachsen, versuchte sich Kiarostami zunächst als Kunststudent, Verkehrspolizist, Illustrator und Werbefilmer. 1969 wurde er vom legendären Teheraner »Institut zur ...
Artikel-Länge: 3263 Zeichen


