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Größeres Staatsdefizit in Russland

Moskau. Der Verfall der Ölpreise hat in Russland ein größeres Staatsdefizit verursacht. Das Haushaltsloch liege im ersten Halbjahr bei 4,3 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit deutlich höher als die für dieses Jahr angepeilten drei Prozent, sagte Finanzminister Anton Siluanow am Mittwoch. Ursache seien um zwölf Prozent gesunkene Staatseinnahmen, die hauptsächlich auf billigeres Öl und Erdgas zurückzuführen seien. Damit nahm Russland 30 Prozent weniger ein.

Die Ausgaben müssten nun weiter gesenkt werden, sagte Siluanow im Oberhaus des Parlaments. Sein Vize, Alexej Lawrow, hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass die Regierung für dieses Jahr inzwischen ein Defizit von 3,0 bis 3,3 Prozent anpeilt. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2016, Seite 9, Kapital & Arbeit

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