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Schicksale vermisster Flüchtlingskinder unklar

Berlin. Das Deutsche Kinderhilfswerk will die Schicksale von mehr als 8.500 in der Bundesrepublik vermissten unbegleiteten Flüchtlingskindern schnellstmöglich geklärt wissen. »Diese erschreckend hohe Zahl weckt schlimmste Befürchtungen«, sagte der Präsident der Organisation, Thomas Krüger, der Neuen Osnabrücker Zeitung (Montagausgabe). »Kindern drohen Ausbeutung, Sexarbeit, Sklaverei oder sogar Organhandel.« Krüger forderte ein zentrales europäisches Erfassungssystem zum Schutz von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, das bei der europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag angesiedelt sein und in Kooperation mit der EU-Beauftragten für Kinderrechte betrieben werden soll. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.06.2016, Seite 4, Inland

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