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Kartellamt prüft ­Milchmarkt

Berlin. Das Bundeskartellamt will angesichts des Preisverfalls bei der Milch die Geschäftsbeziehungen zwischen Landwirten und Molkereien überprüfen. Grundsätzlich gebe es auf dem Markt derzeit vor allem Probleme wegen einer Überproduktion, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt dem Tagesspiegel (Vorabbericht zur Montagausgabe). Allerdings seien Bauern verpflichtet, ihre Milch zu 100 Prozent an ihre Molkerei zu liefern, die die Milch auch abnehmen müsse. »Das erschwert eine Anpassung der Menge an die Nachfrage. Das schauen wir uns jetzt genauer an«, sagte Mundt der Zeitung. Die Bauern schlössenn in der Regel langfristige Verträge mit den Molkereien, gekoppelt an lange Kündigungsfristen. Insbesondere betreffe das Genossenschaften. Meist seien die Bauern an eine Molkerei gebunden. »Was der Landwirt für seine Milch bekommt, ergibt sich erst nachträglich nach Berücksichtigung der Einnahmen und Ausgaben der Molkereien.« Am Ende trage der Landwirt das Risiko. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.06.2016, Seite 9, Kapital & Arbeit

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