-
18.06.2016
- → Feuilleton
Offizielle IS-Accounts
Der Vater eines Opfers der Novemberanschläge von Paris hat in den USA Klage gegen Facebook, Twitter und den Youtube-Mutterkonzern Google eingereicht. »Wissentlich« hätten die Netzwerke den »Islamischen Staat« (IS) gefördert, steht in der Klage. Im Dezember 2014 habe der IS 70.000 Twitter-Konten für Rekrutierungen und Propaganda genutzt, darunter mindestens »79 offizielle« Accounts. Mindestens 90 Beiträge pro Minute habe die Miliz abgesetzt. Youtube und Facebook würden ebenso umfangreich genutzt. Der Vater der 23jährigen US-Studentin Nohemi G., die im Pariser Restaurant »La Belle Equipe« erschossen wurde, fordert Schadenersatz in unbekannter Höhe. Eine erste Anhörung soll am 21. September in Oakland stattfinden. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!