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19.03.2002

Ohne Haltung

Andocken ans Auratische: Jan-Christoph Hauschild hat die erste Biographie über Heiner Müller nach dessen Tod geschrieben

Von Christoph Woldt
Tote können Nachrufe nicht verhindern. Zwischen den Zeiten hatte sich Müller immer zu Wort gemeldet. Mit seinen Blankversen und seiner Kunst des Fragments meißelte er Literaturgeschichte. Stets thematisierte er das Politische und träumte vom Gestalten. Seine Fähigkeit, immer wieder Behauptungen, Setzungen und Figuren zu hinterfragen, seine Suche nach historischer Wahrheit, sein Beharren auf rauher Widersprüchlichkeit waren einmalig, sein Hängen an einer Utopie der G...

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