14.02.2002
Finanziert die EU Todesschwadrone in Kolumbien?
jW sprach mit Cesar Carillo, Vorsitzender der kolumbianischen Gewerkschaft der Erdölarbeiter. Er lebt seit drei Jahren im Exil in der spanischen Hauptstadt Madrid, da er daheim seines Lebens nicht mehr sicher sein kann
Interview: Wolfgang Pomrehn
F: Ihre Gewerkschaft lehnt den »Plan Kolumbien« ab, ein Abkommen zwischen Bogotá und Washington, das angeblich der Bekämpfung des Drogenhandels dienen soll. Weshalb sind sie dagegen?
Man sagt, der Plan solle den Frieden bringen, aber in Wirklichkeit bringt er uns eher noch mehr Krieg: Der Militärapparat wird gestärkt, und im Windschatten des »Krieg gegen die Drogen« werden die Bedingungen für die ausländischen Konzerne verbessert. Außerdem wird Kolumbiens Verschu...
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