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09.02.2002

Hungerstreik gegen Abschiebung: Keine Hoffnung auf Behörden?

Aziz Günel stammt aus der Nähe von Mardin, einer Stadt im türkischen Teil Kurdistans, und lebt mit seiner Familie seit fast sieben Jahren in Deutschland. Im Februar 2000 wurde der Asylantrag des Ehepaares abgelehnt

Interview: Achim Leißner
F: Herr Günel, seit Mittwoch letzter Woche befinden Sie sich im vogtländischen Auerbach im Hungerstreik, weil Sie befürchten, abgeschoben zu werden. Was waren Ihre Gründe, als Sie in Deutschland Asyl suchten? Wir lebten bis zu unserer Flucht in Hanlar, einem kleinen Dorf unweit von Mardin im Südosten der Türkei. Mein Vater wurde 1990 für zehn Tage abgeholt und gefoltert. Warum, weiß ich bis heute nicht. Als er aus der Haft entlassen wurde, war er fast tot. Zwei T...

Artikel-Länge: 3980 Zeichen

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