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29.08.2015

»Ich liebe deutsche Schwänke«

Gespräch mit Feridun Zaimoglu. Über das wilde analoge Leben und Schreiben im digitalen Zeitalter, über Hierarchien und Klassen im Literaturbetrieb, über spießige Hipster und Identitätshöker

Interview: Martin Höfig
Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Ich mag es, mich in gärenden Milieus aufzuhalten. Es gibt in Deutschland leider Gottes nicht den diskreten Charme der Bourgeoisie, es gibt aber unheimlich viele großartige Geschichten im deutschen Alltag. Eben in jenen Gebieten, wo man nicht so gesättigt ist, wo es keine Routine gibt. Und dort stieß ich auf Menschen, die sich Geschichten erzählten, wenn sie miteinander sprachen. Ich dachte, die Verschriftlichung und Übersetzung d...

Artikel-Länge: 14162 Zeichen

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