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Zivilklagen im Libor-Prozess möglich

New York. Im weltweiten Skandal um die Manipulierung des Referenzzinssatzes Libor drohen einer Reihe von Großbanken nach Milliardenstrafen an die Regulierer nun auch Zivilprozesse. US-Bezirksrichterin Naomi Reice Buchwald in Manhattan stellte in der Nacht zum Mittwoch fest, dass es eine Grundlage für entsprechende Klagen gebe. Die klagenden Investoren richten ihre Vorwürfe gegen 16 Großbanken, darunter Deutsche Bank, Credit Suisse und Bank of America. Nach Erkenntnissen von Aufsehern hatten sich einzelne Händler bei der Festsetzung des Zinssatzes abgesprochen, um den Kurs in die gewünschte Richtung zu lenken und Handelsgewinne einzustreichen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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