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Post: Keine Einigung mit Berufsgewerkschaft

Bonn. Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Post und der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) gibt es keine Annäherung. Der Konzern habe in der zweiten Verhandlungsrunde am Donnerstag zwar ein Angebot vorgelegt, dies sei aber »unzureichend«, erklärte DPVKOM-Vorsitzender Volker Geyer. Der Vorschlag entspreche lediglich dem Tarifergebnis, das die Post Anfang Juli mit ver.di vereinbart hatte. »In keiner Weise« werde der geforderte »Überlastungsschutz« für die Zusteller aufgegriffen. Ein Post-Sprecher erklärte, in dem Angebot seien sowohl die mit ver.di vereinbarten Lohnsteigerungen als auch der gleiche »Schutzumfang« für die Mitarbeiter vorgesehen. Ver.di und die Post hatten sich zwar auf eine Lohnsteigerung geeinigt, die Forderung der Gewerkschaft nach Anwendung des Haustarifvertrags auf ausgegliederte Regionalgesellschaften oder deren Rückabwicklung konnte allerdings nicht durchgesetzt werden.

Die DPVKOM, die im Deutschen Beamtenbund organisiert ist, fordert für mehr als 85.000 Brief-und Verbundzusteller 5,5 Prozent mehr Lohn und eine Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 38 Stunden pro Woche. Zudem will sie die Arbeitsmenge gerechter verteilen und bei der Festlegung der sogenannten Bemessungswerte mitreden. Diese legen laut DPVKOM fest, wieviel Zeit ein Zusteller etwa für die Übergabe eines Einschreibens oder Pakets hat.

In dem Konflikt hatte die DPV zunächst Mitte Juni zum unbefristeten Streik aufgerufen. Nach der Einigung zwischen Post und ver.di wurden die Arbeitsniederlegungen aber ausgesetzt. Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde bleiben die Streiks laut DPV weiter unterbrochen. (AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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